Vier Episoden aus der Jetztzeit zeigen deutlich, wohin die gesellschaftliche Reise gerade geht: Ein BGS-Beamter verteidigt auf einem Hamburger
S-Bahnhof in seiner Freizeit einen Obdachlosen, der von einer Gruppe Jugendlicher angegriffen wird. Die Jugendlichen nehmen den BGSler in die
Mangel und verletzen ihn lebensgefährlich mit Messerstichen. Im Unterschied zu den U-Bahnhöfen werden die S-Bahnsteige nur kameraüberwacht,
während die Züge einfahren. Am nächsten Tag fordern alle Hamburger Parteien, von der GAL bis zur CDU, dass auch auf den S-Bahnhöfen eine
lückenlose Kameraüberwachung und Speicherung der Aufnahmen eingesetzt wird. (Juni 2005)
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Nach den Mobilisierungen im Zusammenhang mit der Räumung des Bambule-Wagenplatzes ab November 2002 hat nun anlässlich des begonnenen
Umbaus des alten Wasserturms im Schanzenpark zu einem Luxushotel ein neuer – noch diffuser – widerständiger Mobilisierungsschub das
Alternativmilieu des Schanzenviertels samt teilweise reformistischer PolitstrategInnen und diverser Jugendszenen erfasst. Teile der radikalen
Restlinken sorgen wie bei der Bambule-Kampagne für ein Minimum an Organisierung der Demonstrationen und der meist symbolischen Aktionen.
Inhaltlich richten sich die Demos und Aktionen bisher hauptsächlich gegen die durch Luxushotel (und Messeerweiterung) getriebene Aufwertung und
Umstrukturierung des Schanzenviertels und die zukünftig eingeschränkten Nutzungsmöglichkeiten des Parks für alle nicht ganz "normalen Menschen"
(O-Ton der Wasserturm Projektentwicklungsgesellschaft Patrizia). (Februar 2005)
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